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Kategorie: Filmbeschreibung
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Liebe möglicherweise
Episodenfilm| Österreich 2016| 89 Minuten|
Regie: Michael Kreihsl
Mit: Devid Striesow, Norman Hacker, Silke Bodenbender, Edita Malovcic, Otto Schenk, Gerti Drassl

Was ist die Liebe, wie schaut sie aus, und was macht sie mit uns? In seinem groß besetzten Ensembledrama (u. a. mit Otto Schenk, Gerti Drassl, Devid Striesow, Edita Malovcic …) widmet sich Michael Kreihsl dem Zwischenmenschlichen in der Großstadt.

Abenteuer im Wiener Großstadtdschungel. Der Fotograf Roland (Norman Hacker) ist mit seiner Freundin, der Schauspielerin Leila (Edita Malovcic) unterwegs. In einem hippen Café treffen sie Rolands alten Freund Michael (Devid Striesow) – der wirft einen Blick auf Leila, und es ist um ihn geschehen. Nach ihrer abendlichen Vorstellung sucht und findet er sie in der Bar unweit des Theaters: Der Beginn einer wunderbar heißen Affäre.

Seitenstechen. Die Downside: Michael ist verheiratet, und zwar mit der Ärztin Monika (Silke Bodenbender), die über die Distanziertheit ihres Ehemannes überhaupt nicht glücklich ist. Und die endlich, endlich selbst wieder einmal bedingungslos geliebt werden möchte – oder einfach nur in den Arm genommen. Auch die gemeinsame Teenager-Tochter (Jana McKinnon, Beautiful Girl) spürt, dass da zwischen den Eltern was im Busch ist, obwohl sie derzeit mit ganz anderen zwischenmenschlichen Problemen kämpft.

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Roland, der andere Betrogene in der Affäre, muss sich derweil neben seinem Herzschmerz auch um seinen einsamen Papa (grandios wie immer: Otto Schenk) kümmern, der seit dem Tod seiner Frau ständig (aber zum Glück auch recht halbherzig) nach neuen Wegen sucht, sich möglichst schnell zu ihr in den Himmel zu befördern. Und voller Angst vor dem Tode, vor dem ihres 12-Jährigen Sohnes Martin (Joshua Opernschall), sitzt dagegen eine Mutter (Gerti Drassl) seit Tagen im Krankenhaus. Das Leben von Martin, eines von Monikas Patienten, hängt nach einem Verkehrsunfall an einem ganz dünnen seidenen Faden …

Gesichter der Großstadt. Geschichten von Menschen, die dicht aneinander leben, einander begegnen, einander kennenlernen – ganz aus der Nähe oder nur vom Vorbeigehen. Beziehungen, flüchtig wie ein Windhauch oder intensiv wie ein langer, heißer Sommer … Mit einem sorgfältig zusammengestellten, hochkarätigen Schauspielerensemble inszenierte der österreichische Autor und Regisseur Michael Kreihsl (Weihnachtsengel küsst man nicht) seine feine Abhandlung über das Wesen der Liebe, ihre mannigfaltigen Erscheinungsformen und die unentrinnbare Macht, die sie über uns menschliche Würsteln hat. Denn immer, immer drängt es uns kopfüber mitten hinein. Aber wie heißt es doch im Film so schön: „Aufs Glück warten ist wie auf den Tod warten.“